Radio Benelux |
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History |
Die Vorgeschichte (1980)
Wenn man im Jahr 1980 in Nordrhein-Westfalen an der Radioskala kurbelte, so war das Ergebnis ein trauriges: WDR 1, WDR 2, WDR 3, BFBS, SWF und die staatlichen Radiosender aus den Nachbarländern Belgien und Niederlande. Das war´s! Der Westdeutsche Rundfunk sah sich seinerzeit nicht in der Lage, ein Programm für Freunde der Popmusik anzubieten. Die "Unterhaltungs- und Servicewelle" WDR 2 bot hier und da einige Popsendungen, wie die Mal Sondock-Hitparade und die Schlagerrallye, ansonsten liefen meistens Chansons, gelegentlich leichte Popmusik, manchmal auch schräge Rockmusik der experimentellen Sorte. Dazwischen immer wieder minutenlange Informationsbeiträge der beamteten Rundfunkmoderatoren, vorgetragen in betulichem Ernst. Privatfunk war noch lange nicht erlaubt; viele hielten das für ein schmutziges Wort. Aus dem fernen Luxemburg schwappte RTL via krächzender Mittelwelle herüber. Mit seinem primär an Hausfrauen gerichteten Schnulzenprogramm, gespickt mit intensivster Waschmittelwerbung, war aber auch diese Station (zumindest im deutschsprachigen Programm!) nicht dazu geeignet, eine Alternative für Freunde von Rock- und Popmusik darzustellen. Kurz gesagt: Radio im Jahr 1980 war stinklangweilig. Und die meisten Hörer hatten auch keine Vorstellung davon, daß Radio auch spannend sein kann. Man kannte es halt nur so, wie es war - langweilig und trocken eben. |

Dass Radio auch anders klingen konnte,
das wußten nur eingefleischte Radio-Freaks. Leute, die sich intensiver mit dem Medium Rundfunk auseinandersetzten, die
mitkriegten, was in anderen Ländern radiomäßig so passierte, die mit leistungsstarken Empfängern und Antennen auf nicht in den offiziellen Wellenplänen
gelisteten Frequenzen herumsurften und dort die Seesender vor der britischen und niederländischen Küste hörten. Diese von
jeglicher staatlichen Einflussnahme und Reglementierung freien Sender (daher "Free Radio" genannt) zeigten,
was im Radio auch möglich sein kann:
Enthusiasmus, persönliche Ansprache, Spontaneität, professionell gemachte Unterhaltung, Spannung, Kreativität.
Ihre locker-flockig in DJ-Manier präsentierten Pop-Programme, mit interessanten Jingles aufgelockert, dazu die
Piraten-Atmosphäre eines Senders, der von hoher Nordsee aus operiert - das faszinierte fast alle, die per Zufall
auf die Frequenzen dieser ungewöhnlichen Radiostationen stießen.
Zu diesen Radiofans gehörte auch Helmut Peters, der in den Siebziger Jahren zu einem begeisterten Fan von Radio Nordsee
und Radio Veronica wurde. So begeistert, daß in ihm der Wunsch wuchs, selbst auch einen alternativen Rundfunksender zu
eröffnen. Mit Gleichgesinnten machte Helmut in den späten siebziger Jahren unter dem Pseudonymen Nico Haak und Peter
Power einige Landpiratenprojekte auf: Radio Central, Radio City, Radio Valentine. In sehr begrenzter Sendezeit (einige Stunden am Wochenende)
und in ständiger Furcht vor den seinerzeit noch sehr rigiden Fahndungen des Funkstörungsmeßdienstes boten Helmut und
seine Freunde eine lokale Alternative zum öffentlich-rechtlichen Einheitsbrei an.
Natürlich war es durch die Einschränkungen der Sendeleistung und der Sendezeiten so nicht möglich, eine größere
Hörerschaft an sich zu binden. Einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb mit hoher Leistung anzubieten, kam angesichts der drakonischen
Strafverfolgung jedoch in Deutschland überhaupt nicht in Frage. Aufgrund des Straf-Risikos mußte Helmut Peters Ende 1979
seinen FM-Piraten Radio City ganz aufgeben.
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Der Beginn (1980 / 1981)
Als interessierter Leser niederländischer und belgischer Fachzeitschriften zu den Themen freier und alternativer Rundfunk, kriegte Helmut natürlich sofort mit, daß sich 1980 im Nachbarland Belgien etwas tat. Die zahlreichen (noch illegalen) lokalen FM-Sender in Belgien sollten eine gesetzliche Grundlage bekommen: Freies, lokales Radio wurde 1981 in Belgien erlaubt. Gesetzliche Bedingungen waren: Beschränkung der Sendeleistung auf 100 Watt ERP, Verzicht auf Werbung, Ausstrahlung nur in Mono. Ansonsten gab es zunächst keine weiteren gesetzlichen Vorschriften, die Sendungen sollten natürlich einen lokalen Charakter haben, aber im ersten Stadium, welches eine Art Testphase darstellte, gab es dazu keine differenzierteren Ausführungen, die verbindlich waren. Helmut sah seine Chance. Da Belgien neben einem wallonischen und flämischen Landesteil auch einen deutschen hat, welcher direkt an der deutsch-belgischen Grenze (Aachen/Monschau) liegt, erkannte er die Möglichkeit, von Ostbelgien aus einen deutschsprachigen Privatsender zu betreiben. Zwar war bei dem Legalisierungsentwurf ausdrücklich von "lokalen" Stationen die Rede, weswegen ja auch die Sendeleistung 100 Watt nicht übersteigen durfte, jedoch boten sich in den ostbelgischen Höhenzügen hervorragende Möglichkeiten, trotz geringer Sendeleistungen auch in Richtung NRW zu strahlen. Nach ersten, wenig erfolgreichen Tests im kleinen Rocherath hatte Helmut dann im Jahr 1981 das auf dem zweithöchsten Punkt Belgiens inmitten des Hohen Venns liegende Hotel "Baraque Michel" (Jalhay) als Senderstandort auserkoren. Mit den Besitzern des Hotels, deren Sohn Patrick von der Idee eines privaten Musiksenders ebenfalls begeistert war, konnte er eine bezahlbare Miete für die kleine Dachkammer aushandeln, in welcher er nun die Gerätschaften und Sendeanlagen installierte.
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Versuch, Radio Benelux zum Schweigen zu bringen (1982)
Schwierigkeiten gab es dann trotzdem - nämlich seitens der belgischen Postbehörde, der RTT. Trotz Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften wurde am 10. Februar 1982 die Sendeanlage durch die RTT stillgelegt. Der vorgebliche Grund: Der Sender habe den Flugfunk gestört. Beamte der Gendarmerie, der Fahndungsbrigade und zwei Vertreter der RTT ordneten die Abschaltung des Senders an und versiegelten sie. Ein Meßprotokoll der angeblich aufgetretenen Störungen wurde nicht vorgelegt. In einer Testsendung am 21. Februar 1982 konnte das BNL-Team seine Sendeanlage überprüfen und nachweisen, daß der verwendete Rohde & Schwarz-Sender keine Störungen auf irgendwelchen Frequenzbereichen verursacht. Zum Glück standen dem BNL-Team auch gute Techniker zur Verfügung. Die Beschuldigung, den Flugfunk gestört zu haben, ist, wie erwähnt, wahrscheinlich eher als ein Vorwand, die beliebte Radiostation stillzulegen, zu bewerten. (HIER ein Artikel über die Stillegung des Senders ) |
Blütezeit des Senders (1983)
Am 1.10.1982 wurde eine Programmreform
durchgeführt, welche u.a. die Erweiterung der moderierten Sendungen auf 24 Stunden am Wochenende vorsah.
Aufgrund mangelhafter Resonanz auf die Nachtprogramme wurde diese Neuerung jedoch bald wieder fallengelassen.
Man widmete sich fortan lieber dem Aufbau der Wochenprogramme. Mitte 1983 führte man
"Liveprogramme" am Mittwoch und wenig später auch am Donnerstag ein. Live waren die natürlich nicht, sondern kamen
wie das Nonstopprogramm vom Tonband. In der Regel produzierten die einzelnen DJs zu Hause auf Cassette vor
und schickten diese dann zu Thomas, Heribert oder Helmut, welche die Cassetten auf ein großes Tonband umschnitten.
Dadurch mußte in der Woche keiner oben auf Barque Michel sein - es reichte, wenn Patrick kurz von der Küche hochkam und
das Tonband einschaltete (1984 wurde auch mit elektronischer Zeitschaltuhr gearbeitet).
Im September 1983 trommelte Helmut Peters seine zahlreichen Kollegen zur Krisensitzung zusammen. Die Finanzlage des
Senders sah trotz relativ zahlreicher Unterstützung der Hörer (in Form von Ehrenmitgliedschaften und Spenden) sehr düster aus. Die
Lösung, die Helmut nach langer Diskussion (siehe Protokoll der
Mitarbeiterversammlung) verkündete, war der Verkauf von Sendezeit an den Börsenmakler Dieter H., welcher einen Landpirat
namens "World Music Radio" (nicht identisch mit dem bekannten KW-Pirat der 70er Jahre) betrieb.
Er bezahlte die aufgelaufenen Schulden und mietete fortan die Dienstagsprogramme, an denen BNL fortan die Programme
von WMR ausstrahlte. BNL wurde somit de facto von fremden Geldgebern abhängig. Am 29.10.1983 mußte man die angestammte Frequenz 101,2 Mhz verlassen, da der WDR mit einem neuen Sender Störungen verursachte. Man zog auf 103,3 Mhz. Der Frequenzbereich über 102 Mhz war seinerzeit in Deutschland fast völlig unbenutzt. Die neue Frequenz erwies sich daher als sehr gut, es wurde auch eine neue Sendeanlage in Betrieb genommen, welche gute Ergebnisse erzielte. (HIER kannst Du einen Mitschnitt von der Live-Umschaltung der Sendefrequenz hören!) Der Sound wurde bei BNL immer professioneller; ein hart eingestelltes Kompressor-Limiter-System sorgte für fetzigen Sound und verhinderte die bis dato oft zu vernehmenden Pegelsprünge und Verzerrungen insbesondere bei den Livesendungen. Auch den DJ´s merkte man in der Zwischenzeit die gesammelten Erfahrungen an; einige, wie z.B. André Frédéric, Stephan Kaiser, Mikel Henry, Tim Mix u.a., machten für damalige Maßstäbe ausgesprochen professionelle Programme. Die Zeit Sommer bis Ende 1983 war eine regelrechte Blütezeit von BNL. |
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Mit der Übernahme der Station durch Dieter H. und dem Ausscheiden der BNL-Gründungscrew waren viele wohl nicht
glücklich, obwohl der finanzstark erscheinende Dieter Hermanns den Mitarbeitern diverse Versprechungen machte.
Trotzdem blieben die allermeisten Mitarbeiter aus Verbundenheit mit BNL und "ihren Hörern" weiterhin
dabei. So konnte BNL zunächst weiterhin in gewohnt guter Qualität senden. Dieter H. änderte am 28.Januar 1984 - gegen
großen Widerstand, aber in völligem Einklang mit der belgischen Gesetzgebung, die Polarisation der Sendeantenne
von horizontal auf vertikal. Das führte zu Verschlechterungen bei den weit entfernt wohnenden DXern mit großer
Empfangsanlage (in der Regel ja horizontal), aber zu erheblichen Verbesserungen bei Hörern, die ein Kofferradio
benutzten oder im Autoradio zuhörten. Auch im nahen Umkreis verbesserte sich der Empfang etwas. Im Team
entstand aber zunehmende Verärgerung über den als autoritär empfundenen Führungsstil von Dieter Hermanns gegenüber den
Mitarbeitern, welche allesamt nach wie vor ehrenamtlich und aus reinem Spaß am Hobby Radio mitmachten.
Zudem kam den BNLern zu Ohren, daß Dieter die Miete nicht zahlen konnte.
Das Team bricht auseinander (1984)
Den großen Knall gab es dann, als sich herausstellte, daß das langgeplante Fest zum dreijährigen Bestehen von BNL Radio
am 26. Mai 1984 in Wülfrath, die sogenannte BNL-Roadshow-Gala mit Stargast Nino de Angelo, zusammen mit der Jungen Union
veranstaltet wurde.(HIER ist das Promo dazu zu hören,
oder HIER runterzuladen). |
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Genau in der Dachkammer, wo BNL 1981-1984 sein Studio hatte, wurde wieder ein kleines Studio aufgebaut, mit
ähnlich einfacher Technik wie damals. Die Tonbandmaschine fürs Nonstopprogramm wurde allerdings zeitgemäß durch
einen Computer ersetzt. Rund um die Uhr sendete RealFM im Juni/Juli 2008 (später auch sporadisch an Feiertagen) mit guter
Sendeleistung auf 99.00 Mhz Richtung Deutschland. Während der Woche lief ein Nonstop-Hiphop-Programm.
Helmut Peters hatte diese im Radio selten zu hörende Musikrichtung als Marktlücke ausgemacht.
Am Wochenende liefen dann aber Live-Shows im alten BNL-Stil und mit anderen Musikrichtungen.
So präsentierte der berühmt-berüchtigte Partyonkel Patrick wieder seine Party, zusammen
mit Helmut Peters natürlich. Auch die beiden Ex-BNL-Jocks Tim Mix (jetzt unter dem Pseudonym Tony Titte) und Nick Barker
nahmen wieder hinter den Mikrofonen im Dachkammerstudio Platz. Mit Johnny Best, Stefan Kramer, Friedhelm Lynen von Berg und
Mike Brain (Michael) konnten weitere alte Hasen aus der ostbelgischen Rundfunkszene wieder im Äther vernommen werden.
RealFM war ein reines Just-for-fun-Projekt, welches unkommerziell und zeitlich befristet sendete und keine Konkurrenz für
die etablierten belgischen Lokalsender darstellen sollte. Ziel war es lediglich, an schöne alte Radiozeiten zu erinnern und
zu zeigen, dass Radio nicht so einheitsbreimäßig daher kommen muß, wie es heutzutage leider meist der Fall ist.
Viele interessante Mitschnitte von RealFM sind in der Audio-Rubrik zu hören. Dort werdet Ihr mit Verblüffung feststellen,
dass Helmut und Onkel Patrick im Jahr 2008 tatsächlich noch haargenauso klangen wie 1983, als sie das letzte Mal zusammen
die legendäre BNL-Party machten.
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| Onkel Patrick & Helmut Peters im RealFM-Studio! |
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2011 wäre die (nicht nur radiobezogen) historische "Baraque Michel" fast ein Opfer der Flammen geworden, als eine
gewaltige Brandkatastrophe das Hohe Venn zu vernichten drohte. Es ist reines Glück, dass die Baraque das Unglück unversehrt
überstanden hat. Der WDR berichtete in seinem Regionalfernsehen ausführlich über die Katastrophe und interviewte
dazu natürlich auch "Onkel" Patrick Bodarwé. Was wurde aus Dieter Hermans? Von Dieter Hermans war in der Radioszene lange Zeit nichts mehr zu vernehmen. Im Jahr 2009 war er mit der Sendung "Schlagerexpress" bei Sunshine Radio in Lontzen zur Überraschung vieler wieder als Moderator im ostbelgischen Äther zu vernehmen. Dieter hat bereits im Jahr 2001 die BNL-Website entdeckt und zwei Einträge ins Gästebuch gemacht (siehe Gästebuch). Er bezeichnete einige Fakten als "falsch wiedergegeben". Ich bot ihm daraufhin schon 2001 die Möglichkeit an, eine Gegendarstellung aus seiner Sicht zu veröffentlichen. Dieter nahm dieses Angebot zunächst nicht in Anspruch. Er bezeichnete die BNL-Site als "sehr gut" und offerierte mir weiteres Unterlagenmaterial. Nach dieser Kontaktaufnahme war einige Jahre nichts zu hören, dann kam es im Dezember 2009 zu einer erneuten Kontaktaufnahme. Dieter wollte nun die Möglichkeit einer Gegendarstellung nutzen, die ihm selbstverständlich schon aus Gründen journalistischer Fairness einzuräumen ist. Im nachfolgenden wird Dieters Sichtweise nun ungeachtet ihrer Korrektheit veröffentlicht: Sichtweise von Dieter Hermans: "Leider sind viele Dinge falsch berichtet worden, bzw. nur von einer Seite wiedergegeben worden. Patrick hat damals den Mietpreis erhöht und es sollten hohe Urheberrechtskosten kommen,deswegen habe ich den Sender aufgegeben. Es bestanden Rückstände (aber nicht im Sinne von Mietschulden, die berechtigt waren) die aber durch meine Einwilligung des Verkaufes der Sende-und Studioeinrichtungen getilgt worden. Es wird viel über meinen Führungsstil geschrieben: Man sollte auch bedenken, dass ich damals die Finanzierung des Senders übernommen hatte. Es gab keine Werbeerträge! Ich habe sehr viel Geld in das Projekt gesteckt und leider nur Undank erhalten. Ich habe aber nachweislich keinen Streit mit Patrick und war auch schon wieder in seinem Hotel als Verzehrgast und bin köstlich bewirtet worden. Die Geschichte mit der Jungen Union hat weder einen politischen Hintergrund (Ich bin ja nachweislich Niederländer und gehöre deswegen keiner Partei in Deutschland an und habe auch kein Wahlrecht) noch irgendeinen bösen Hintergrund. Es war wie als ob man zur Party einen DJ bestellt und wegen der Promo des Senders haben wir damals die Aktion gestartet. Ich kann die Aufregung über diese Angelegenheit gar nicht verstehen. Ich habe mich absichtlich bisher nicht zu diesen Vorwürfen geäußert. Die Entscheidung der damaligen Senderübernahme hat Patrick zu verantworten, da er von den Vorgängern nachweislich kein Geld mehr zum Unterhalt des Senders bekam. Es sind viele Intrigen gelaufen und leider ist es sehr schade, dass ein Projekt so gestorben ist. Ich möchte mich aber trotzdem bei allen ehemaligen Mitarbeitern herzlichst für Ihre damalige Mitarbeit und Hilfe nochmals bedanken. Leider gibt es noch Bilder in der Galerie der BNLSeite mit sehr verwerflichen Darstellungen, wie das Bild mit den vielen Flaschen. Ich kann gerne versichern, dass ich keine Getränke dort oben in der Art und Weise konsumiert habe. So kann man natürlich schnell auch in ein falsches Licht gesetzt werden. Genauso ist mir die Sache mit der angeblichen Klage des BRF bis zum heutigen Tage unbekannt. Patrick hat mich nachweislich auch über diese Sache nie informiert. Es gab damals viel Streit...aber wenn man erfolgreich ist hat man auch Neider und Feinde! Fehler macht jeder Mensch..denn Nobody ist perfect ! Ich denke wir sollten im Sinne des freien Radios die Sache beilegen und das Projekt in guter Erinnerung halten. Wenn ich jemand vielleicht aus Unerfahrenheit weh getan habe, dann möchte ich mich wirklich dafür entschuldigen. Aber es war ein hektische Zeit mit vielen Problemen und da trifft man auch manchmal Entscheidungen, die nicht richtig sind oder vielleicht sogar anderen Leuten geschadet haben!" Einige Anmerkungen dazu von mir: Patrick ist kein nachtragender Mensch und Dieter ist auf Baraque Michel in der Tat wieder willkommen und wurde bei seinen Besuchen dort freundlich begrüßt. Damals jedoch - immerhin über 25 Jahre her - waren die Wogen sehr hoch geschlagen und Patrick hatte sich 1985 mir gegenüber noch sehr, sehr verärgert geäußert. Das Foto mit den vielen Flaschen empfinde ich als eher harmlos. Man hatte Dieter ja seinerzeit vieles vorgeworfen, aber Alkoholismus meines Wissens nicht. Die JU-Fete war, wie ich schrieb, nur "Auslöser", nicht Ursache für den Streit im Mai 1984. Ich war damals selbst anwesend und kann bestätigen, dass keine politischen Inhalte verbreitet wurden, jedoch ging es den Mitarbeitern, die deswegen aufhörten, eher darum, das sie hier vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, nicht informiert waren etc., auch dass die angekündigten Programmpunkte (Truckergirl, Nino de Angelo) ausfielen. Dies alles war aber wohl eher nur der Auslöser nach einem schon länger gärenden Frust, der sich aus der Enttäuschung über nicht erfüllte Versprechungen speiste. André Frédéric äußert sich dahingehend in DIESEM zeitnah durchgeführten Interview (Teil 2 in der Audio-Rubrik). Dass die Mieten zumindest nicht so flüssig wie geplant und in der im Januar vereinbarten Höhe gezahlt wurden, hatte Mikel Henry im Mai 1984 von Patrick vernommen und benannte dies in seinem Brief an die JVAs als einen der Gründe für seinen Ausstieg. Einige Zeitungs-Artikel zu dieser Thematik sind in der Rubrik "Archiv" einzusehen. Dass Dieter mit BNL nichts verdient, sondern eher noch Geld verloren hat, entspricht sicherlich der Wahrheit. |
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